Archive for the ‘Antike’ Category

Neues aus dem Qumran Wadi

Mittwoch, Februar 24th, 2010

Ein dänischer Archäochemiker (das gibt es wirklich) hat anscheinend eine Methode gefunden, die berühmten Schriftrollen genauer zu datieren. Das berichtet Politiken. Die Archäologie ist das Feld, wo Natur- und Geisteswissenschaften derzeit am engsten zusammenarbeiten. Es findet sich dort auch ein Link zu einem zwölfminütigen Audio-Interview zum Thema.

“Egyptology News”

Dienstag, Februar 2nd, 2010

So nennt sich nicht nur ein empfehlenswertes Blog zum Thema, sondern der Titel passt auch zu einer nützlichen Zusammenstellung von Quellen über das antike Ägypten eben dort.

Augenzeugenberichte aus 2500 Jahren

Sonntag, Januar 24th, 2010

Der Galiani Verlag hat ein mutiges Buch verlegt: Nichts als die Welt. Reportagen und Augenzeugenberichte aus 2500 Jahren.

Mutig ist das Konzept, versammelt es doch aus diversen Klassikern Berichte über wichtige historische Ereignisse. Herodot über Ägypten, Plinius über den Ausbruch des Vesuvs bis hin zu Enzensbergers Ach Deutschland aus dem Jahr 2000. Mutig ist ebenfalls Format und Preis: Der großformatige Wälzer kostet 85 Euro. Man bekommt aber sehr viel Buch für den Betrag. Eine ausführlichere Rezension folgt.

Menschenopfer gestern und heute

Donnerstag, Januar 7th, 2010

Zufällig stieß ich heute auf zwei Geschichten, die einen weiten historischen Bogen zu einem Thema spannen, das unsere Säugetierart nicht von von ihrer besten Seite zeigt. In der aktuellen Ausgabe von National Geographic (January 2010) ist ein lesenswerter Artikel über Ahnenverehrung und die Begräbnissitten in China. Titel Restless Spirits, leider nicht online verfügbar. Darin heißt es über die religiös motivierten Menschenoper zur Shang-Zeit (1600-1045):

An archaeologist once told me that he counted 60 different ways a person could be killed during a Shang ceremony.

Eine beeindruckende Fantasie beim Töten von Menschen! Zum empörten Naserümpfen besteht aber kein Anlass. In Afrika werden aufgrund eines weit verbreiteten Hexenaberglaubens ebenfalls viele Mitmenschen gewaltsam ins Jenseits befördert. Das war heute bei der BBC im Beitrag Witch-doctors reveal extent of child sacrifice in Uganda nachzulesen:

“They capture other people’s children. They bring the heart and the blood directly here to take to the spirits… They bring them in small tins and they place these objects under the tree from which the voices of the spirits are coming,” he said.
Asked how often clients brought blood and body parts, the witch-doctor said they came “on average three times a week - with all that the spirits demand from them.”

So viel an dieser Stelle zur menschlichen Lernkurve.

Das letzte Jahrzehnt archäologisch

Montag, Dezember 28th, 2009

Zwar sollte man die vielen Top-Zusammenstellungen zum Dekadenwechsel nicht übermäßig ernst nehmen. Doch sind ab und an interessante Zusammenstellungen dabei, etwa wenn K. Kris Hirst ihre Top Ten Archaeology News Stories of the Decade präsentiert.

Stoiker neu editiert

Mittwoch, Dezember 16th, 2009

Rainer Nickel hat in der Sammlung Tusculum in zwei Bänden eine dreisprachige Ausgabe über die Stoa und Stoiker herausgegeben. Ein sehr lobenswertes Unterfangen, wäre da nicht der absurde Preis von 198.- Euro.

I Claudius (BBC Verfilmung)

Montag, Dezember 14th, 2009

Nach der Lektüre von I Claudius lag es nahe, mir auch noch die dreizehnteilige Verfilmung anzusehen, welche die BBC 1976 ausstrahlte, und die auf DVD erhältlich ist.

Zu Beginn dauert es einige Zeit bis man sich daran gewöhnt hat, dass die römischen Celebritäten alle im wunderbarsten britischen Theaterenglisch sprechen. Nimmt man diese Rezeptionshürde, bekommt man historische Unterhaltung auf hohem Niveau präsentiert. Das Drehbuch hält sich eng an Robert Graves Roman, der sich wiederum nicht immer an die historische Fakten hält (halten kann!) bzw. Vermutungen zu historischen Tatsachen befördert. Legitim, wenn man einen Roman schreibt, aber man sollte es beim Ansehen doch im Hinterkopf behalten.

Die geschilderten Ereignisse über mehrere Generationen hinweg kommen einer TV Adaptierung entgehen: Intrigen, Giftmorde, Bösewichte und Helden sind hinreichend unterhaltsam. Schauspielerisch ist das bestes klassisches britisches Theater und schon deshalb sehenswert. I Claudius war eine der erfolgreichsten von der BBC je produzierten Serien. Anspruchsvoller Stoff und Erfolg schließen sich also nicht aus, liebe Intendanten der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender.

Archäologische Entdeckungen 2009

Samstag, Dezember 12th, 2009

Das Archaeological Institute of America hat wie jedes Jahr die Top 10 Discoveries of 2009 zusammengestellt. Plausible Auswahl.

Reise-Notizen Berlin: Neues Museum

Dienstag, November 3rd, 2009

24.10.

Die Museumsinsel in Berlin ist auf dem besten Wege, sich an die Spitze der internationalen Museumslandschaft vorzuarbeiten. Seit Jahren verfolge ich die Umsetzung des Konzeptes vor Ort und schon das Bode Museum war ein Meilenstein, den ich natürlich auch dieses Mal besuchte.

Eine gute Woche vor meinem Besuch wurde das Neue Museum eröffnet. Der Andrang war so groß, dass man nur mit Zeitkarten hineinkam. Am Freitag Nachmittag bekam man eine mit der man dann am Samstag um 12:30 hinein durfte. David Chipperfield bekam 1997 den Auftrag, den Bau neu zu gestalten, und das Ergebnis ist beeindruckend. Von den restaurierten Gewölben im Keller, wo ein Teil der ägyptischen Sammlung zu sehen ist, über die große Halle bis hin zu den perfekt beleuchteten Ausstellungsräumen ist ein Referenzmuseum gelungen. Die Architektur (einige Bauteile wurden bewusst nicht restauriert) tritt in den Dialog mit den Exponanten anstatt diese zurück zu drängen (ein häufig begangener Fehler von Museumsarchitekten).

Hier kommuniziert die Geschichte des Gebäudes mit den historischen Ausstellungsstücken. Untergebracht sind im Neuen Museum die ägyptische Sammlung (inklusive Nofrete), die frühgeschichtliche Sammlung sowie einiges zur Völkerwanderungszeit und zum Mittelalter. Die frühgeschichtliche Sammlung ist in hellen Holzmöbeln untergebracht, die leider mehr als einen Hauch Ikea ausstrahlen.

Was die Museumsinsel insgesamt angeht, könnte man die Aufteilung der Sammlungen noch diskutieren. Ins British Museum geht man einmal hinein und kann alles ansehen. Wenn man sich in Berlin für die Antike interessiert, muss man ins Pergamonmuseum, ins Neue Museum und ins Alte Museum, um sich einen Überblick zu verschaffen.

Reise-Notizen Zentralanatolien: Hethiter

Mittwoch, Oktober 21st, 2009

Wie unschwer zu erkennen, wenn man meine Reise-Notizen der letzten Jahre liest, bin ich gerne auf den Spuren alter Kulturen unterwegs. Bei dieser Studienreise (Oktober 2009) waren die Hethiter einer der Schwerpunkte. Sie gehören nicht zu den bekanntesten antiken Völkern und sind meist nur durch ihre Konflikte mit den Ägyptern bekannt. Etwa die berühmte Schlacht bei Kadesch (1274 BCE), wo Ramses II. eine Beinahe-Katastrophe in einen Sieg uminterpretierte, deren Darstellung auf den altägyptischen Monumenten noch heute allgegenwärtig ist.

Die Hethiter waren damals ein Großreich mit der Hauptstadt Hattusa, deren Überreste ca. 200km östlich von Ankara besichtigt werden können. Die archäologischen Ausgrabungen sind über mehrere Hügel verstreut und man tut gut daran, sich motorisiert von Station zu Station zu bewegen. Auch wenn die berühmtesten Momumente wie das Löwen- und Königstor über die Jahrtausende vom Kontinentalklima arg mitgenommen wurden, bekommt man doch einen sehr guten Eindruck von der monumentalen Anlage der Stadt. Speziell Teile der riesigen Stadtmauer (inklusive Ausfallstunnel) sind noch gut erhalten. Wenn man unten am Hügel vor der riesigen Stadtmauer steht, leuchtet unmittelbar ein, dass Eroberer vor einer nahezu unlösbaren Aufgabe standen.

Was die Hethiter interessant macht, ist nicht nur deren geopolitische Bedeutung im Machtgefüge der Imperien vor 3500 Jahren. Nach allem, was man heute weiß, scheinen sie eine mehrsprachige und multikulturelle Gesellschaft gewesen zu sein. Außerdem spielen sie auch bei den jüngeren Spekulationen rund um Troia eine nicht unwichtige Rolle.

Robert Graves

Sonntag, September 20th, 2009

I Claudius

Der Untergang der römischen Republik und der Beginn der Kaiserzeit zählt zu den spannendsten Episoden der antiken Geschichte. Obwohl Graves historischer Roman, einer der erfolgreichsten des letzten Jahrhunderts, hier schon lange liegt, bedurfte es als konkreten Anlass der Lektüre von Thelens fulminantem Buch. Robert Graves ist einer der Protagonisten und schrieb I Claudius auf Mallorca.

Ich “las” den Roman als Hörbuch. Handwerklich ist der Text exzellent geschrieben, Graves beherrscht das Genre. So ist der historische Hintergrund sehr gut recherchiert. Auch die Erzählperspektive ist klug gewählt. Als fiktive Autobiographie angelegt berichtet Claudius, Sohn des Drusus, von den Vorkommnissen. Laut Überlieferung hat dieser Claudius tatsächlich eine (verloren gegangene) Autobiographie verfasst und als “behinderter” Außenseiter und Intellektueller gibt das der Erzählung einen ansprechenden Blickwinkel.

Die Handlung besteht aus den bekannten historischen Ereignissen und wird von Graves mit vielen Vor- und Rückblenden erzählt, was sein Buch über die üblichen Konventionen der Unterhaltungsliteratur deutlich heraushebt. Ich habe das sehr gerne gehört und kann dieses historische Vergnügen empfehlen. Allerding sollte man I Claudius nicht mit einem Fachbuch verwechseln. Augustus Gattin Livia wird von Graves (wie von den historischen Quellen) zu einer römischen Lady Macbeth stilisiert. Die neuere Forschung sieht das wesentlich differenzierter, wenn man Prof. Garrett G. Fagan glauben darf. Auch sonst gibt er Vermutungen der antiken Historiker gerne als (literarisch wirkungsvolle) “Fakten” aus. Sehe mir jetzt noch die viele Stunden dauernde BBC Verfilmung aus den siebziger Jahren an.

Italiens Kulturerbe verfällt

Sonntag, August 23rd, 2009

Die italienische Kulturverwaltung hat viel zu wenig Budget, um die vielen Kunstdenkmäler des Landes fachgerecht zu erhalten. Die Regierung Berlusconi hat natürlich nichts Besseres zu tun, als diese lächerlichen Budgets noch einmal zusammenzukürzen. Das gesparte Geld steckt der Ministerpräsident dann vermutlich in die Dienstleistungen weiterer Prostituierter in seiner Villa …

Die NZZ fasst die desaströse Lage in dem Artikel Pompeji geht zum zweiten Mal unter zusammen. Auszüge:

Gemäss italienischen Zeitungsberichten konnten Professoren in diesem Frühjahr einen Hausmeister stoppen, der dabei war, ein Kunstwerk in Einzelteile zu zersägen. Mit dem Verkauf von einem neoklassizistischen Kopf, Händen und Füssen aus Gips wollte er sein mageres Salär aufbessern. Dabei handelt es sich um keinen Einzelfall. Im ganzen Land verwahrlosen einzigartige Schätze, und täglich wird Kunst geraubt, weil kein Geld für geschultes Wachpersonal vorhanden ist.

[…]

Mit 1,5 Milliarden Euro gibt sie in diesem Jahr nur 0,22 Prozent des Gesamthaushalts für den Kulturbetrieb des Landes aus. Frankreich investiert für weit weniger Kulturschätze doppelt so viel Geld. Nun will Berlusconi bei den Kulturausgaben noch mehr knausern als bisher. 1 Milliarde Euro muss Kulturminister Sandro Bondi bis 2011 einsparen.

[…]

Die antike Stadt am Fuss des Vesuvs, die im Jahr 79 bei einem Vulkanausbruch verschüttet wurde, droht nämlich ein zweites Mal unterzugehen: Touristenansturm, Umweltverschmutzung, mangelnde Aufsicht und Schlamperei setzen dem Weltkulturerbe schwer zu. Die Kanalisation funktioniert nicht, daher stehen bei Regen Villen und Gassen in Pompeji unter Wasser. Auch Besucher sind nicht immer achtsam. Viele können es einfach nicht lassen, Mosaiksteinchen zu stibitzen oder an verblassten Wandmalereien zu kratzen. Bei einem Spaziergang über das 44 Hektaren grosse Gelände kann einem die Lust auf Antike allerdings auch gründlich vergehen. Aufsichtspersonal grunzt unfreundlich im neapolitanischen Dialekt. Nur ab und an sind Informationschilder mehrsprachig verfasst. «Vietato!», Eintritt verboten, steht an vielen sehenswerten Bauten. Geschlossen sind sie wegen Einsturzgefahr.

Bibliothek: Neuzugänge

Dienstag, August 11th, 2009

Frisch erschienen und noch passend zu meiner Beschäftigung mit Livius endlich wieder eine deutsche Gesamtausgabe dieses wichtigen Klassikers:

  • Titus Livius: Römische Geschichte. Von der Gründung der Stadt an (Marix)
  • “Metropolen des Geistes”

    Montag, August 10th, 2009

    Diesen schönen Titel trägt ein im Insel Verlag erschienenes Buch. Die Zeit stellt einige der antiken Städte vor, denen der Band gewidmet ist.

    Die Villa des Kaiser Vespasian

    Freitag, August 7th, 2009

    Scheint so als hätte Archäologen Vespasians Villa gefunden.

    Illinois Classical Studies

    Montag, August 3rd, 2009

    Die Ausgaben von 25 Jahrgängen (1976-2000) sind jetzt kostenlos online zugänglich. Eine Fundgrube!

    Neues Akropolis Museum

    Samstag, Juni 20th, 2009

    Das neue Museum wird endlich eröffnet wie die BBC berichtet, inklusive Video-Rundgang. Grund genug eigentlich, wieder einmal nach Athen zu fliegen.
    [Update:] Ein ausführlicher Bericht von AP dazu.

    Sechs Theorien zum Pyramidenbau

    Mittwoch, Juni 3rd, 2009

    Eine kurze, übersichtliche Zusammenfassung der Theorien findet man bei Talking Pyramids.

    Xenophon

    Sonntag, Mai 24th, 2009

    Zug der Zehntausend [Anabasis] (Artemis & Winkler)

    Antike Historiker lese ich seit Jahren gerne und Thukydides zählt seit meiner ausführlichen Beschäftigung mit ihm und dem Peloponnesischen Krieges zu meinen bevorzugten Klassikern. Xenophon zählt zu den berühmtesten antiken Historikern, auch wenn seine “Popularität” im Laufe des 20. Jahrhundert deutlich nachgelassen hat. Höchste Zeit also, seine Anabasis zu lesen.

    In ihr beschreibt Xenophon den Rückzug eines griechischen Söldnerheeres aus Mesopotamien. Der Perser Kyros wollte seinen Bruder mit militärischer Hilfe der Griechen stürzen. Bei der Entscheidungsschlacht wurde Kyros aber selbst getötet. Die Griechen waren nun abgeschnitten mitten in Feindesland und mussten sich durch unwirtliche Gegenden und unfreundliche Einheimische zurück ans Meer durchschlagen. Diese Expedition beschreibt Xenophon zu deren Führern er unerwartet wurde.

    Literaturgeschichtlich wird die Anabasis gerne als erste Autobiographie verkauft und angesichts der apologetischen Tendenzen ist das eine plausible Perspektive auf die Lektüre. Xenophon rückt sich immer wieder ins beste Licht und stilisiert sich (oft mehr indirekt) als großen Feldherrn in der Nachfolge des Kyros, den er nach seinem Tod einer ausführlichen Würdigung unterzieht.

    Seine Wahl zum Feldherrn hat einen direkten Einfluss auf den Stil des Buches. Sind die ersten beiden Bücher nüchtern bis trocken beschreibend, wechselt der Text nach Xenophons Wahl zu einem erzählenden Duktus. Seine Erzählkunst ist denn auch die herausragende Eigenschaft der Anabasis. Er beschreibt den dramatischen Rückzug sehr anschaulich und spannend. Allerdings wünscht man sich ab und zu mehr kulturgeschichtliche und ethnographische Beobachtungen. Das konnte Herodot besser und natürlich muss man bei Xenophon ebenfalls auf elegant eingestreute mythologische Geschichten verzichten. Im Vergleich zu Thukydides fehlt ihm die analytische Schärfe und Selbstkritik.

    Nur im ersten Buch gibt es einige scharfe Bemerkungen aus denen deutlich hervorgeht, dass die Griechen, wie alle Söldner vor und nach ihnen, nur eines im Kopf hatten: Geld und Beute.

    Wer sich für antike Geschichte interessiert, ist mit der Lektüre des Buches gut beraten. Abschließend noch eine Bemerkung zur Ausgabe von Artemis & Winkler. Sie ist durchaus solide gemacht und greift auf die anerkannte Übersetzung von Walter Müri zurück. Allerdings ist der Text zu klein gesetzt, was angesichts der Kürze völlig unverständlich ist.

    John Philoponus (490-530) - Der letzte Naturwissenschaftler der Antike?

    Samstag, Mai 2nd, 2009

    Aus aktuellem Anlass - siehe mein Alias bei Twitter - hier der Notizen-Eintrag vom 16. Januar 2005 als Re-Post:

    He argued brillantly against Aristotle’s world-picture and on several important matters in physics he took up positions which are commonly thought not to have been espoused until Galileo’s day. For example, Philoponus attacked Aristotle’s theory that the earth and the heavens are separate realms which need radically different physical principles to explain them. Philoponus denied that stars were eternal and unchangeable and this rejected the whole basis of what was to become standard medieval cosmology.

    He carefully demolished Aristotle’s arguments, showing that they did not make sense in themselves and moreover that they contradicted other things which Aristotle had said. Most significantly, Philoponus made extensive use of personal observation and even experiment to support his own physical theories

    […]

    Philoponus’ own theory of falling bodies was not quite right, but the experiment he describes here (which does at least refute Aristotle’s view) was heralded as momentous scientific breakthrough when it was repeated in the seventeenth century

    […]

    Philoponus was the last of his kind: as far as one can tell, nobody in Western Europe practised his sort of analysis of nature again until the fourteenth century.

    [Anthony Gottlieb: The Dream of Reason. A History of Philosophy from the Greeks to the Renaissance. New York 2000. S. 385f.]