Archive for the ‘Konzert’ Category

ORF Radio-Symphonieorchester Wien

Samstag, Januar 23rd, 2010

Konzerthaus 23.1.

Dirigent: Bertrand de Billy
Violine: Patricia Kopatchinskaja

Richard Strauss: Till Eulenspiegels lustige Streiche op. 28 (1894-1895)
Henri Dutilleux: L’arbre des songes / Konzert für Violine und Orchester (1985)
Henri Dutilleux: Sur le même accord / Nocturne für Violine und Orchester (2002)
Edgard Varèse: Amériques (1918?-1921/1927)

Live hatte ich das ORF Radio-Symphonieorchester schon lange nicht mehr gehört. Angesichts dieses fulminanten Konzertabends ein Fehler. Kaum kommt es vor, dass ich einen Komponisten nicht kenne. So war ich sehr gespannt auf die beiden Violinwerke von Henri Dutilleux. Wäre man boshaft, könnte man sie als “Mainstream Neue Musik” bezeichnen. Man hörte die üblichen Klangfarben, die Musik ist aber ein gutes Stück von der Avantgarde entfernt. Das ist nun kein ästhetisches Verbrechen und Patricia Kopatchinskaja interpretierte den Solopart mit Verve.

Varese klang beinahe provokanter und man kann sich die Zu-Mutung vorstellen, welche das Stück für das zeitgenössische Publikum darstellte. Nach dem ersten Weltkrieg konnte ein ernstzunehmender Komponist natürlich keine Operetten mehr schreiben. Vareses Musik erinnert an Mahlers monumentale Musik ergänzt durch das Chaos eines Weltkriegs.

Strauss’ Till Eulenspiegel wurde als opulenter Auftakt gegeben, war aber das uninteressanteste Stück des Abends.

Wiener Philharmoniker / Thielemann

Samstag, November 21st, 2009

Konzerthaus 13.11.

Ludwig van Beethoven:
Symphonie Nr. 8 F-Dur op. 93
Ouverture zu «Egmont» op. 84
Symphonie Nr. 7 A-Dur op. 92

Christian Thielemann ist wohl derzeit die kontroverseste Person des Klassikbetriebs. Man könnte meinen, er würde immer direkt aus der Mitte des vorherigen Jahrhunderts anreisen, wenn er den Konzertsaal betritt. Wilhelm Furtwängler ist denn auch sein dezidiertes Vorbild. Er verkörpert also den klassischen Kapellmeister alten Zuschnitts, und das dürfte ein Grund dafür sein, warum er im Streit von München weggeht.

Seine Ästhetik ist entsprechend. Die Debatten der letzten Jahrzehnte rund um die historische Aufführungspraxis ignoriert er hartnäckig. Er interpretiert das klassisch-romantische Repertoire wie er es für richtig hält. Diese künstlerische Sturheit finde ich nicht unsympathisch.

So sah ich schon lange nicht mehr so viele Musiker auf dem Podium, die Beethoven spielen. Thielemann setzte pointiert auf die fulminanten Effekte, an denen gerade die Siebte und Achte ja nicht arm sind. Als “Kontrapunkt” konzentrierte er sich auch sehr auf die leisen Passagen, ließ auch immer wieder längere Pausen zu. Transparanter kann man Beethoven in dieser Großbesetzung wohl nicht geben.

Pluralität im Konzertbetrieb ist nichts Schlechtes. Wenn es denn “konservative” Ästhetik sein soll, dann wenigstens auf höchstem Niveau. Thielemann scheint sich das vorgenommen zu haben und er ist auf gutem Weg dahin.

Simón Bolívar Youth Orchestra of Venezuela

Samstag, Oktober 17th, 2009

Wiener Konzerthaus 16.10.

Dirigent: Gustavo Dudamel

Peter Iljitsch Tschaikowsky:
Francesca da Rimini / Symphonische Fantasie nach Dante op. 32 (1876)

Richard Strauss:
Eine Alpensinfonie op. 64 (1911/1914-1915)

Es dürften mindestens 150 junge Musikerinnen und Musiker gewesen sein, die gerade noch auf dem Podium des Großen Saals im Konzerthaus Platz fanden. Das Programm war offenbar auf die Größe der Reisegesellschaft abgestimmt.

Natürlich ist es keine ästhetisch subtile Zusammenstellung, zwei populäre Kracher mit einer Riesenbesetzung zu spielen. Die Qualität der Interpretation war aber beachtlich. Dudamel drückte zwar sehr aufs Tempo, aber seine Musiker gingen perfekt mit. Die Solisten waren ebenfalls in Höchstform. Erwartungsgemäß tobte das Publikum. Als Dank bekam es noch Kracher von Johannes Strauss mit auf den Nachhauseweg.

Über die Frage, was es politisch aussagen könnte, wenn 150 junge Venezulaner ausgerechnet Dantes Hölle so fulminant und einfühlsam musikalisch darstellen, will ich an dieser Stelle nicht spekulieren ;-)

Ein klassisches Popkonzert.

Wiener Philharmoniker / Mariss Jansons

Montag, September 1st, 2008

Anton Webern: Im Sommerwind
Hector Berlioz: Les Nuits d’été op. 7
Brahms: Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 73
(Salzburger Festspiele 24.8.)

Jansons mit den Wiener Philharmonikern ist gemeinhin eine solide Kombination. Ich erinnere mich an exzellente Mahler- und Schostakowitsch-Interpretationen. An diesem Sonntag Vormittag jedoch wurde nur guter Durchschnitt geboten. Anton Weberns selten gespieltes frühes Stück wurde noch sehr konzentriert aufgeführt. Den Liederzyklus Les Nuits d’été spielte man schon sehr routiniert herunter, auch die Solistin Elina Garanca konnte mit ihrer Interpretation ohne Tiefgang keinen großen Wurf landen.
Brahms berühmtes Werk schließlich wurde völlig akzentlos zu Gehör gebracht. Nicht schlecht, aber die Wiener Philharmoniker hätten das in dieser Form sicher auch ohne Dirigent zustande gebracht.

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Samstag, Juli 2nd, 2005

Brahms: Konzert für Violine und Orchster D-Dur op. 77
Mendelssohn-Bartoldy: Schauspielmusik zu “Ein Sommernachtstraum” op. 61

Violine: Renaud Capucon
Sopran: Jennifer Smitz
Mezzosopran: Della Jones
Dirigent: Marc Minkowski

Ein klassisches Tourneeprogramm. Höhepunkt war die Schauspielmusik, da diese mit den Texten Shakespeares gegeben wurden. Smith und Jones rezitierten und sprachen diese Passagen ausgezeichnet. Das Deutsche Symphonie-Orchester spielte passabel, wenn auch nicht ganz ausgewogen. Die Holzbläser hoben sich deutlich vom Rest, speziell von den oft verwaschen klingenden Streichern ab. Darunter müssen einige ausgezeichnete Solisten sein.

Wiener Philharmoniker

Samstag, Juni 11th, 2005

Konzerthaus 5.6.
Konzert für Klavier und Orchester op. 42 (1942)
Bruckner: Sinfonie Nr. 7 E-Dur
Klavier: Daniel Barenboim
Dirigent: Pierre Boulez

Nach der Pause verstrichen einige Takte, bis die Wiener Philharmoniker zur gewohnten Form fanden. Boulez wählte zügige Tempi und interpretierte Bruckners Siebte deutlich weniger transparent als erwartet.

Schönbergs Klavierkonzert spielte Barenboim sehr geschmeidig, so als wolle er das Hörerlebnis so einfach wie möglich machen. Didaktisch vielleicht ein plausibler Ansatz. Es drängt sich aber die Frage auf, ob er aber Schönbergs Ästhetik gerecht wird.

Schostakowitsch: Sonate op. 134 für Violine und Klavier

Sonntag, April 24th, 2005

Schulhoff: Streichsextett WV70
Desjatnikow: “Wie der alte Leiermann…” (1997)
Schostakowitsch: Kammersymphonie op. 110a
Kremerata Baltica
Leitung: Gidon Kremer
Konzerthaus 11.4.

Ein Konzert, bei dem alles passte: Sehr gutes Programm, perfektes und engagiertes Zusammenspiel, emotional packend und trotzdem musikalisch transparent. Ein großartiges Ensemble.

Zyklus Alban Berg Quartett: 3. Konzert

Sonntag, März 6th, 2005

Franz Schubert: Streichquartett Es-Dur D 87
Roman Haubenstock-Ramati: Streichquartett Nr. 2 (1977)
Franz Schubert: Streichquartett G-Dur D 887
Konzerthaus 3.3.

Sehr reizvoll die Gegenüberstellung des frühreifen mit dem meisterhaften späten Schubert. Das Alban Berg Quartett zeigte sich in Hochform. Auch das moderne Werk Haubenstock-Ramatis konnte sich hören lassen: führte es doch die unglaubliche Klangvielfalt vor, die man einem Streichensemble entlocken kann.

WDR Sinfonieorchester Köln

Mittwoch, Dezember 8th, 2004

Konzerthaus 7.12.
Dirigent: Semyon Bychkov
Violine: Sayaka Shoji
Tschaikowsky: Violinkonzert D-Dur op. 35
Schostakowitsch: Symphonie Nr. 10 e-moll op. 93

Wenn ich an vergleichbare Konzerte in Salzburg (außerhalb der Festspiele) zurückdenke, fällt eines auf: Die Tourneeorchester geben sich in Wien deutlich größere Mühe. Dass dies trotzdem nicht zwangsläufig zu einem ästhetisch herausragenden Abend führen muss, zeigte das WDR Sinfonieorchester gestern.

Zwar wurde die Schostakowitsch-Symphonie ganz anständig gespielt, aber es klang doch ziemlich blutleer - und das lag nicht an mangelnder Lautstärke. Bychkov versuchte durch Pausen und zurückgenommene Tempi Spannung aufzubauen. Es klang allerdings nur langsam, von Spannung keine Spur.

Das Violionkonzert musizierte man durchaus adäquat, wenn man denn ein Freund von violinisierter Sentimentalität ist …

Alban Berg Quartett Zyklus: 1. Konzert

Sonntag, Dezember 5th, 2004

Konzerthaus 29.11.
Smetana: Klaviertrio g-moll op. 15
Schumann: Klavierquartett Es-Dur op. 47
Brahms: Klavierquartett Nr. 1 g-moll op. 25

Gerhard Schulz: Violine
Hariolf Schlichtig: Viola
Lilia Schulz-Bayrova: Violoncello
Noam Greenberg: Klavier

Diese Konzert ließ den Vorsatz reifen, in absehbarer Zeit systematisch das Klavierquartettrepertoire anzugehen, kannte ich doch kein einziges der gegebenen Werke. Gerhard Schulz durfte endlich einmal die erste Geige spielen, und tat dies (wie auch als zweite Geige des ABQ) mit beeindruckender Brillanz. Auch die Mitspielenden blieben nicht zurück, so dass man ein tolles Kammerkonzert geboten bekam.

Wiener Philharmoniker - Strauss - Mahler

Sonntag, November 28th, 2004

Konzerthaus 28.11.
Richard Strauss: Till Eulenspiegels lustige Streiche op. 28; Fünf Lieder
Gustav Mahler: Symphonie Nr. 1 D-Dur
Dirigent: Michael Tilson Thomas

Die klangliche Flexibilität der Wiener Philharmoniker zeigt sich darin, dass sie bei einem Dirigtenten aus den USA “amerikanisch” klingen können. Thomas wählte bei Mahlers Erster einen verblüffenden Interpretationsansatz, der irgendwo zwischen dem souveränen Spannungsaufbau Leonard Bernsteins und der kühlen Brillanz eines Pierre Boulez zu suchen wäre. Trotzdem wurden die lyrischen Stellen sehr poetisch gespielt (Holzbläser!). Man kann Mahler nicht besser spielen!

Nebenbei sei angemerkt: Wenn man die Wiener Philharmoniker wieder einmal in Höchstform hört, wird einem schmerzlich bewusst, wie durchschnittlich sie derzeit im Graben der Wiener Staatsoper klingen. Wagner so engagiert und konzentriert gespielt wie Mahler heute, und der Wiener Ring wäre musikalisch Weltklasse.

Budapester Festival Orchester & Collegium Vocale Gent

Donnerstag, Oktober 21st, 2004

Konzerthaus 3.10.
Strawinski: Concerto in D “Basler Concerto” (1946)
Béla Bartók: Falun Sz 79 (1926)
Béla Bartók: Tanzsuite Sz 77 (1923)
Strawinski: Psalmen-Symphonie (1930)
Dirigent: Iván Fischer

Ein ambitioniertes Programm. Fischer lieferte deutlich bessere Interpretationen als beim letzten Konzert, als er für Welser-Möst bei Mahlers Dritter einsprang. Das Orchester spielte differenziert, das Collegium Vocale war in Hochform. Ein akzeptabler Abend.

Mahler: Symphonie Nr. 3

Sonntag, September 12th, 2004

Konzerthaus 11.9.
Dirigent: Ivan Fischer
Orchester der Oper Zürich

Aufwühlend, spannungsgeladen, energisch-ruppig, leichtfüßig, intelligent: so sollte man Mahler spielen. Zu hören war jedoch eine “Interpretation” von lähmender Langeweile. Die Musiker klebten ebenso an ihren Noten wie die Töne an den Instrumenten der Musiker.
Von einer interpretativen Idee kein Spur. Nur schwer wurde ich der Versuchung Herr, während des Konzertes den “Don Quijote” weiterzulesen.

Ein Brief von den Wiener Philharmonikern!

Sonntag, September 12th, 2004

Ich möge mit meinem “Ansuchen um ein philharmonisches Abonnement” doch etwas Geduld haben:

Derzeit liegt die Wartezeit wegen der großen Nachfrage und der wenigen freien Plätze pro Saison bei insgesamt ca. 13-15 Jahren.

Warum Wien eine Musikstadt ist

Mittwoch, Dezember 31st, 2003
Die Abonnementkonzerte der Wiener Philharmoniker sind gegenwärtig ausverkauft. Sie können sich aber in unsere Warteliste eintragen, indem Sie in der Zeit zwischen dem 15. April und dem 15. Juni per Post ein Ansuchen einreichen, welches Jahr für Jahr neu gestellt werden muß, bis Ihr Abonnement frei wird. Ein Abonnement umfasst entweder 10 Samstagskonzerte, 10 Sonntagskonzerte oder zumindest 5 Soiréen. Die Wartezeit beträgt für die Samstags- und Sonntags-Abonnements voraussichtlich 13 Jahre und für die Soiréen etwa 6 Jahre.

Quelle: Die Wiener Philharmoniker Homepage

Natürlich werde ich mich vormerken lassen :-)

Klangforum Wien (Wilker, Pauset,…)

Sonntag, Dezember 14th, 2003

Konzerthaus 8.12.
Björn Wilker: “seine stimme” (2003)
Brice Pauset: Symphonie Nr. 1 (2001)
Salvatore Sciarrino: “quaderno di strada” (2003)
Bariton: Otto Katzameier
Klavier: Marino Formenti
Dirgent: Sylvain Cambreling

Drei sehr junge Werke standen diesmal auf dem Programm des Klangforums. Je mehr Neue Musik ich höre, desto öfter habe ich den Eindruck: Es klingt doch vieles sehr ähnlich. Die formalen Möglichkeiten (sofern sie hörbar sind) wiederholen sich: Klangfarbenschattierungen, dynamische Konstellationen, konstrastierende Strukturen.
Besonders bei dem Werk Björn Wilkers kam mir das Gehörte sehr bekannt vor. Der “Liederzyklus” Sciarrinos dagegen war höchst spannend anzuhören, was auch mit der großen Vokalkunst Otto Katzameiers zusammenhängt, dessen Stimme ein unglaublich weites Klangspektrum umfasst.

Alban Berg Quartett (Mozart, Mahler, Schnittke, Schubert)

Sonntag, Oktober 26th, 2003

Mozart: Klavierquartett g-moll K 478
Mahler: Klavierquartettsatz a-moll
Schnittke: Klavierquartett a-moll
Schubert: Klavierquintett A-Dur D 667
Konzerthaus 18.10.

Erweitert um Elisabeth Leonskaja und Alois Posch gab das ABQ diesmal nach der Pause das Forellenquintett, das leider trotz seiner Bekanntheit viel zu selten im Konzertsaal zu hören ist. Diese gute Dreiviertelstunde hätte für einen perfekten musikalischen Abend ausgereicht, doch auch der erste Teil des Programms war intelligent programmiert und hervorragend interpretiert. Schnittkes Werk wurde von dem Komponierversuch des sechszehnjährigen Mahlers angeregt, dessen Quartettsatz zwar viel jugendliches Pathos enthält, das aber die originellen musikalischen Ideen nicht verdeckt.

Klangforum Wien (Haas, Manca, Lopez)

Sonntag, Oktober 5th, 2003

Georg Friedrich Haas: “Wer, wenn ich schriee hörte mich…” (1998/99)
Gabriele Manca: Cinduites d’approache III
George Lopez: Blue Cliffs (1992/93)
Konzerthaus 17.9.

Das Klangforum hat die letztes Jahr begonnene “Tradition” fortgesetzt und zu Beginn der Saison Abonnenten und Freunde zu einem Gratiskonzert eingeladen. Dass am Programm nicht gespart wurde, zeigt die österreichische Erstaufführung des erstaunlich erfolgreichen Stückes von Haas, das sich durch eine beeindruckend differenzierte Klangvielfalt auszeichnete.

Ein vielversprechender Auftakt!

Alban Berg Quartett (Mozart, Schwertsik,…)

Sonntag, Mai 18th, 2003

Per Arne Glorvigen (Bandoneon)
(Konzerthaus 17.5.)
Mozart: Streichquartett Es-Dur K421b
Kurt Schwertsik: Adieu Satie op. 86 (2002)
Astor Piazolla: Tango Sensations
Smetana: Streichquartett Nr. 1 e-moll

Das letzte Konzert des ABQ in dieser Saison zeichnete sich durch zwei Dinge aus: Die ungewöhnliche Länge (mehr als zweieinhalb Stunden) sowie die noch ungewöhnlichere Popularität des Programms. Die beiden Stücke von Schwertsik und Piazolla für Streichquartett und Bandoneon waren rhythmische Feuerwerke, sehr zur Freude des Publikums, das offenbar jederzeit auf subtilere ästhetische Herangehensweisen zu verzichten bereit ist.

Bach: h-moll Messe

Montag, April 21st, 2003

Musikverein 13.4.
Wiener Philharmoniker Dirigent: Semyon Bychkov

Hat man die Wiener Philharmoniker schon mehrmals in Bestform erlebt, war dieses Konzert nicht wirklich befriedigend. Selbstverständlich war es eine Aufführung auf hohem Niveau, aber es fehlt der ästhetische “Mehrwert”, den man von einem Spitzenorchester erwarten darf.

Semyon Bychkov konnte sich offenbar nicht entscheiden, wie er die Messe interpretieren wollte. Für eine “klassische” Aufführung war die Besetzung deutlich zu klein, für eine an der historischen Aufführungspraxis angelehnte Interpretation spielten die Wiener wiederum zu brav. Schade eigentlich.